Digitale Volumentomographie: Was diese Technologie wirklich kann und wann sie Ihre Praxis verändert

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Digitale Volumentomographie: Was diese Technologie wirklich kann und wann sie Ihre Praxis verändert


DVT, CBCT, digitale Volumentomographie, Cone Beam CT: viele Namen für eine Technologie, die den orthopädischen und HNO-Praxisalltag verändert. Aber was steckt genau dahinter? Warum liefert die DVT bessere Bilder als konventionelles Röntgen, und warum ist sie trotzdem kein Ersatz für das Mehrzeilen-CT? Dieser Beitrag erklärt die Technologie, die klinisch sinnvollen Indikationen und was niedergelassene Praxen vor der Entscheidung wissen sollten.

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Wie DVT funktioniert: das Grundprinzip

Bei der digitalen Volumentomographie rotiert eine Röntgenröhre zusammen mit einem flächigen Detektor einmal vollständig um das Untersuchungsobjekt. Dabei werden mehrere hundert Projektionsbilder aus verschiedenen Winkeln aufgenommen. Ein Rekonstruktionsalgorithmus, ähnlich dem beim konventionellen CT, berechnet aus diesen Projektionen einen dreidimensionalen Datensatz.

Das Ergebnis ist ein isotroper Volumenbildsatz. Isotropisch bedeutet: Die Bildpunkte (Voxel) haben in allen drei Raumrichtungen dieselbe Größe. Das ermöglicht multiplanare Rekonstruktionen in jeder beliebigen Schnittebene ohne Qualitätsverlust. Sagittal, koronal, axial, oblique: der Kliniker wählt die Ebene, die klinisch am aussagekräftigsten ist.

Der Unterschied zur konventionellen CT und Röntgen

Konventionelle Mehrzeilen-CT ist ein Ganzkörpersystem mit großer Öffnung, hohem Strahlungsaufwand und primär auf Weichteildiagnostik ausgerichtet. Es eignet sich für Abdominaldiagnostik, Thoraxuntersuchungen und komplexe Polytraumata. Für Extremitätendiagnostik ist es überdimensioniert und strahlenintensiv.

DVT-Systeme sind für klar definierte Körperregionen optimiert. Extremitäten-DVT-Systeme wie das SCS MedSeries® H22 liefern bei Handgelenk, Ellenbogen, Fuß und Knie nach Gerätedatenblatt eine höhere Ortsauflösung als konventionelle CT-Systeme, bei einer Strahlendosis, die nach verfügbaren Dosisvergleichen bis zu zehnfach niedriger liegt. Schädelbasis-DVT-Systeme wie das SCS MedSeries® H30 sind für den Kopfbereich optimiert und liefern dort nach Anwendererfahrung eine hochauflösende Knochenbildgebung für fachgebundene Fragestellungen.

Konventionelles Röntgen ist eine Summationsprojektionsaufnahme ohne Tiefendimension. Es ist günstig und schnell, liefert aber keine dreidimensionalen Strukturinformationen. Die DVT ergänzt das Röntgen dort, wo Tiefe und Räumlichkeit die Therapieentscheidung bestimmen.

Was DVT besser zeigt als Röntgen

Die DVT liefert für die Therapieplanung wesentliche Zusatzinformationen in diesen klinischen Situationen: intraartikuläre Frakturmorphologie mit präziser Stufenbildungsmessung, Fragmentanzahl und räumliche Fragmentkonfiguration, kortikale Überbrückung in der Frakturheilungskontrolle, Gelenkflächendefekte und osteochondrale Läsionen, Weight-Bearing-Geometrie des Fußes und Sprunggelenks unter Last, Implantatposition nach Osteosynthese, präoperative Planung komplexer Gelenkrekonstruktionen, Sinus- und Felsenbeinanatomie in der HNO.

Was DVT nicht zeigt: Grenzen klar benennen

Die DVT ist ein reines Knochenbildgebungsverfahren. Weichteilstrukturen, Knorpel, Menisken, Bänder, Muskulatur und Knochenmarkveränderungen sind mit diesem Verfahren nicht ausreichend darstellbar. Für diese Fragestellungen bleibt MRT das Verfahren der Wahl.

Die DVT ersetzt nicht das konventionelle MSCT bei Polytraumapatienten, Abdominalverletzungen oder intrakraniellen Blutungen.

Wer die DVT sinnvoll einsetzt, nutzt sie für das, was sie besser kann als alle anderen Modalitäten: hochauflösende 3D-Knochenbildgebung der Extremitäten und des Schädels bei vergleichsweise geringer Strahlendosis. Indikationsstellung, Befundung und ärztliche Verantwortung bleiben dabei unverändert ärztliche Leistung. Der Einsatz der DVT setzt die entsprechende Fachkunde und eine rechtfertigende Indikation voraus.

Technische Spezifikationen: Was klinisch relevant ist

Voxelgröße: Nach verfügbaren Herstellerangaben erreichen aktuelle DVT-Systeme für Extremitäten isotrope Voxelgrößen von unter 0,2 mm. Zum Vergleich: konventionelles MSCT erreicht im Dünnschichtmodus etwa 0,5 mm isotrope Voxel. Der Auflösungsvorsprung ist für die Darstellung kortikaler Frakturlinien und feiner Gelenkflächenstrukturen klinisch relevant.

Scanzeit: Eine vollständige DVT-Aufnahme dauert typischerweise zwischen 10 und 40 Sekunden. Der Rekonstruktionsprozess läuft im Anschluss automatisiert. Der DICOM-Datensatz steht innerhalb weniger Minuten zur Auswertung und Besprechung bereit.

DICOM-Kompatibilität: Alle relevanten DVT-Systeme erzeugen DICOM-Datensätze, die in gängige PACS-Systeme integrierbar sind. Das ermöglicht eine nahtlose Einbindung in bestehende Praxisstrukturen und die digitale Weitergabe an Operateure oder konsiliarische Kollegen.

Für welche Versorgungsschwerpunkte ist die DVT besonders geeignet?

Praxen mit Versorgungsschwerpunkt in Traumatologie, Sportorthopädie, Fußchirurgie oder Handchirurgie erschließen mit der DVT ein breites klinisches Anwendungsspektrum. D-Arzt-Praxen profitieren von der unmittelbaren Verfügbarkeit hochauflösender 3D-Bildgebung bei Arbeitsunfällen, wenn Frakturmorphologie und Therapieentscheidung im selben Termin abgeklärt werden sollen. HNO-Praxen mit präoperativem Planungsbedarf vor FESS oder Mittelohrchirurgie erschließen mit dem SCS MedSeries® H30 ein eigenständiges Anwendungsfeld. In MVZ-Strukturen, in denen mehrere Fachgebiete von einem gemeinsamen System profitieren, lässt sich das Indikationsspektrum besonders breit abbilden.

DVT in Ihrer Praxis: der nächste Schritt

Das SCS MedSeries® H22 deckt die gesamte Extremitätendiagnostik ab. Das SCS MedSeries® H30 ist für Schädelbasis, Nasennebenhöhlen und Felsenbein konzipiert.

Kontakt: myscs.com/kontakt



ESN – Zentrum für Sportorthopädie
Prof. Dr. med. Heinz Lohrer
Borsigstraße 2
65205 Wiesbaden
www.medical-center-wiesbaden.de

Erschienen in: SCS Magazin | Ausgabe 1


Digitale Volumentomographie mit dem SCS MedSeries® H22

SCS steht für Sophisticated Computertomographic Solutions und beschreibt die Lösung für die anspruchsvolle 3D-Bildgebung mit höchster Strahlenhygiene, höchster Bildauflösung sowie höchster Zeitersparnis für Patient, Praxis und Arzt – als Win-Win-Win-Situation – gleichermaßen.

Der digitale Volumentomograph SCS MedSeries® H22 besitzt ein breites Indikationsspektrum und ist aus der Orthopädie und Unfallchirurgie nicht mehr wegzudenken. Mit dem platzsparenden Design findet die DVT in jeder Praxis einen Platz. Dank der hohen Strahlenhygiene und der Auflösung von bis zu 0,2 mm ist der digitale Volumentomograph auch in der Pädiatrie anwendbar. Die von dieser Lösung ausgehende Strahlendosis kann unterhalb der täglichen terrestrischen Strahlendosis eingestellt werden und ist im Vergleich zur Computertomographie um bis zu 92 % geringer.

Die hochauflösenden Schnittbilder stehen, inklusive Rekonstruktionszeit, innerhalb von drei Minuten in multiplanarer Ansicht (axial, koronal, sagittal) sowie in 3D am Befundungsmonitor zur Beurteilung durch den behandelnden Arzt zur Verfügung. Im Resultat ist es mit der DVT möglich, eine 3D-Schnittbilddiagnostik durchzuführen, die sehr strahlungsarm ist, eine exakte Beurteilung von Grenzflächen zwischen Metall- und Knochenstrukturen zulässt, und sehr einfach am Patienten anzuwenden ist.

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