DVT HNO: Wie Cone Beam CT Nasennebenhöhlen und Felsenbein in der HNO-Praxis verändert

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DVT HNO: Wie Cone Beam CT Nasennebenhöhlen und Felsenbein in der HNO-Praxis verändert


Die digitale Volumentomographie (DVT, international auch als CBCT bekannt) hat in der Orthopädie und Unfallchirurgie ihren Platz inzwischen gefunden. Medizinisch gut belegt und weitaus stärker bekannt ist ihr Einsatz in der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde. DVT-Systeme sind auf den Schädelbereich ausgelegt und decken damit zwei der häufigsten bildgebenden Fragestellungen in der HNO ab: die präoperative Darstellung der Nasennebenhöhlen vor FESS und die hochauflösende Felsenbeindiagnostik bei Mittelohrpathologien.

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Nasennebenhöhlen: Warum präoperative Bildgebung vor FESS über Erfolg und Komplikation entscheidet

Die funktionelle endoskopische Sinuschirurgie (FESS) ist bei chronischer Rhinosinusitis mit Polyposis nasi oder nach erfolglosem konservativem Therapieversagen die Standardintervention. Ihre Sicherheit hängt direkt von der Qualität der präoperativen Bildgebung ab, denn die chirurgisch relevanten Strukturen liegen millimetergenau neben Orbita, Lamina papyracea, Schädelbasis und Nervus opticus.

Was muss die Bildgebung zeigen? Anatomische Varianten wie Haller-Zellen (infraorbitale Siebbeinzellen), Onodi-Zellen (sphenoethmoidale Zellen mit Adjacenz zum Nervus opticus), Agger-nasi-Zellen und Concha bullosa. Dazu die Pathologieausdehnung: Welche Nebenhöhlen sind betroffen? Liegt eine orbitale oder intrakranielle Ausdehnung vor? Und schließlich die ostiomeatale Einheit: Ist das Infundibulum verlegt? Liegt eine Septumdeviation vor?

Die DVT liefert für diese anatomische Fragestellung isotrope 3D-Datensätze mit einer Voxelgröße von unter 0,2 mm. Das ist ausreichend für die präzise Darstellung des Siebbeinlabyrinthes, der ostiomeatalen Einheit und der topographischen Beziehung aller relevanten Strukturen.

Was die Studienlage für CBCT bei Sinuspathologien zeigt

Laut verfügbarer prospektiver Vergleichsdaten zwischen DVT-Befunden und intraoperativen FESS-Befunden bei Patienten mit chronischer Rhinosinusitis besteht eine hohe Übereinstimmung zwischen präoperativem DVT-Befund und operativem Situs, sowohl für Pathologien als auch für anatomische Varianten. Was präoperativ im Datensatz sichtbar ist, findet der Chirurg intraoperativ tatsächlich vor.

Verfügbare Untersuchungen zu NNH-Pathologien in der DVT zeigen, dass Sinuserkrankungen zuverlässig identifizierbar sind: In einer Analyse traten Kieferhöhlenpathologien am häufigsten auf (57,1 %), gefolgt von Siebbeinhöhle (53,7 %), Stirnhöhle (22,6 %) und Keilbeinhöhle (15,8 %).

Die Strahlendosis der DVT für NNH-Aufnahmen liegt nach publizierten Daten 20 bis 30-fach unter der einer konventionellen MSCT, bei vergleichbarer ossärer Auflösung. Für Patienten mit rezidivierenden Sinusitiden und mehrfachen bildgebenden Verlaufskontrollen ist das kumulativ bedeutsam.

Felsenbein: CBCT für Mittelohrpathologien

Das Felsenbein beherbergt auf engstem Raum Gehörknöchelchen, Cochlea, Bogengänge, Canalis facialis und Mastoidzellen. Erkrankungen dieser Region erfordern Bildgebung im Sub-Millimeter-Bereich.

Cholesteatom: Die DVT stellt Knochendestruktionen durch Cholesteatom dar, darunter Erosion des Tegmen tympani, Gehörknöchelchendestruktion und Mastoidausdehnung. Laut verfügbarer Reviewliteratur zur DVT-Bildgebung bei kongenitalen Cholesteatomata liefert die DVT detaillierte anatomische Information zur Quadrantenlage, Gehörknöchelchenbeteiligung und Mastoidausdehnung, direkt verwertbar für die operative Planung der Tympanoplastik.

Otosklerose: Die Demineralisierung anterior des ovalen Fensters (Fissula ante fenestram) ist das bildgebende Zeichen der aktiven Otosklerose. In vergleichenden Untersuchungen zur morphologischen Darstellung des Felsenbeins mit DVT versus MSCT zeigte sich: Bildqualität und Detailauflösung der DVT für ossäre Felsenbeinstrukturen sind diagnostisch wertvoll und mit MSCT vergleichbar, bei erheblich niedrigerer Strahlenexposition. Eine klinische Studie zur DVT bei Otosklerose-Diagnostik und Therapieplanung läuft derzeit aktiv.

Bogengangsdehiszenz: Die superiore semizirkuläre Kanaldehiszenz (SSCD) wird mit Hochauflösungs-CT des Felsenbeins diagnostiziert. Die DVT wurde für diese Indikation gezielt untersucht und in der Literatur als valides Verfahren mit hoher Übereinstimmung zum intraoperativen Befund beschrieben.

Navigationsfähigkeit und Kooperationsmodelle

DICOM-Datensätze aus dem SCS MedSeries® H30 sind mit kompatiblen Navigationssystemen direkt verwendbar. Das eröffnet ein strukturiertes Kooperationsmodell: Die ambulante HNO-Praxis führt die präoperative Bildgebung praxisintern durch und übergibt den Datensatz an die operierende Klinik. Die Bildgebung liegt vollständig unter Kontrolle der behandelnden Praxis und steht der operierenden Klinik unmittelbar als DICOM-Datensatz zur Verfügung.

Zwei Anwendungsgebiete, ein System

Das SCS MedSeries® H30 deckt Nasennebenhöhlen und Felsenbein in einer Anlage ab. Für HNO-Praxen mit operativem Schwerpunkt, Belegärzte und MVZ mit HNO-Fach bedeutet das: alle wesentlichen präoperativen ossären Bildgebungsfragestellungen sind intern lösbar.

Sie möchten prüfen, ob das SCS MedSeries® H30 für Ihre HNO-Praxis geeignet ist? Unser Team unterstützt Sie bei der fachlichen Einordnung.


Kontakt: myscs.com/kontakt



ESN – Zentrum für Sportorthopädie
Prof. Dr. med. Heinz Lohrer
Borsigstraße 2
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www.medical-center-wiesbaden.de

Erschienen in: SCS Magazin | Ausgabe 1